Nachrichten
24.01.2012 Die Europäische Kommission und die EZB veröffentlichen Studie des FZG
Im Zuge der Reform der internationalen Bilanzierungsregeln wird es voraussichtlich ab 2014 für jeden EU-Mitgliedsstaat erforderlich sein, seine staatlichen Verpflichtungen aus den umlagefinanzierten Rentensystemen explizit auszuweisen. Vor diesem Hintergrund haben die Europäische Kommission (Eurostat) und die EZB diese Woche eine Studie des FZGs zum Thema "Technische Anleitung zur Ermittlung von Daten zu Pensionen innerhalb der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung" veröffentlicht. Diese Anleitung ist ein Handbuch für die Ermittlung von Beständen und Stromdaten von Pensionsansprüchen. Die Studie finden Sie hier.
11.01.2012 Feature-Artikel bei Bloomberg über Pensionslasten
Der heutige Feature-Artikel der Bloomberg-Webseite beschäftigt sich mit den Pensionslasten in der EU, wobei auch die Zahlen des FZG im Rahmen einer Studie für die Europäische Zentralbank Erwähnung finden.
19.12.2011 Neue Studie: „Alter, Rente, Grundsicherung (ARG)”
Im Auftrag des Sächsichen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz erstellte das Forschungszentrum Generationenverträge eine regionalisierte Projektion der Pflegebedürftigen im Freistaat Sachsen. Zusätzlich wurden auch zukünftige Entwicklungen bei der Grundsicherung im Alter und der Hilfe zur Pflege untersucht.
16.12.2011 Studie „ Ausgabenprojektion und Reformszenarien der Beamtenversorgung in Deutschland“
Das Forschungszentrum Generationenverträge hat im Auftrag des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Deutschland eine Studie erstellt, in der erstmals der Umfang sämtlicher bis zum Jahr 2050 anfallenden Verpflichtungen des Bundes und der 16 Bundesländer für die Versorgung ihrer Beamten aufgezeigt wird. Neben Pensionen werden dabei auch Beihilfeleistungen und die Hinterbliebenenversorgung berücksichtigt (Zusammenfassung/vollständige Studie).
07.12.2011 Vorstellung des europäischen Nachhaltigkeitsrankings
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Marktwirtschaft wurde am Mittwoch, den 7.12 in Berlin das europäischen Nachhaltigkeitsranking vorgestellt. Die Ergebnisse des Rankings überraschen mit einem Spitzenreiter Italien und einem hinteren Platz für das Euro-Musterland Luxemburg (Pressemitteilung/Präsentation).
05.10.2011 Neue Studie „Ehrbarer Staat? Die Generationenbilanz Update 2011: Was die Pflegereform bringen könnte und was sie bringen sollte” erschienen
Das fünfte Update der 2006 begonnenen „Generationenbilanzierung” der Stiftung Marktwirtschaft und des Forschungszentrums Generationenverträge der Universität Freiburg wirft einen ungeschminkten Blick auf die langfristige Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen. Vor dem Hintergrund der Diskussion zur Reform der Sozialen Pflegeversicherung werden dabei die Absichtserklärungen des Koalitionsvertrages sowie das Konzept der Karenzzeit als ein mögliches Reformmodell auf den Prüfstand der Nachhaltigkeit gestellt. Die Studie finden Sie hier.
23.09.2011 Vorstellung des Glücksatlas Deutschland 2011
Am Dienstag, den 20.9., wurde in Berlin der Glücksatlas Deutschland 2011 vorgestellt. Der Glücksatlas stellt eine umfassende Bestandsaufnahme der Glücksforschung in Bezug auf Deutschland dar und zeigt aktuelle Trends und regionale Ergebnisse zum Thema Lebenszufriedenheit. Auftraggeber ist die Deutsche Post. Das Buch ist ab dem 26.9. im Handel erhältlich.
18.08.2011 Neue Ausgabe von FZG aktuell
Im elften Newsletter analysiert das FZG die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung mittels der Generationenbilanz. Daneben wird die versicherungsfremde Umverteilung in der GKV und SPV thematisiert, und eine aktuelle Generationenbilanz zeigt die Staatsverschuldung der BRD auf. Im Standpunkt nimmt Daniel Ehing zur Steuerdebatte Stellung. Den neuen Newsletter finden Sie hier.
05.07.2011 Polnische Nationalbank veröffentlicht Nachhaltigkeitsstudie des FZG
In einer gemeinsamen Studie mit der polnischen Nationalbank untersucht das FZG die fiskalische Tragfähigkeit des öffentlichen Sektors in Polen. Ein Fokus wird dabei auf die Nachhaltigkeit des staatlichen Rentensystems gelegt. Die Ergebnisse der Studie dienten als eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die jüngste Rentenreform der polnischen Regierung. Auch in der Medienlandschaft Polens stieß die Untersuchung auf breite Resonanz (u. a. Wprost, Polskie Radio, TVN24). Die Studie finden Sie hier.
05.07.2011 FZG gewinnt Better Government Competition 2011
Alljährlich fördert Ernst & Young herausragende Forschungsarbeiten zu dem Themengebiet "Öffentlicher Sektor in Polen". Mit dem Projekt "A Long-term assessment of the Polish disability fund and its possible reform" zählt das FZG zu den diesjährigen Gewinnern der Better Government Competition 2011 von Ernst & Young. Mehr zu diesem Förderprogramm und den diesjährigen Gewinnern finden Sie hier.
01.06.2011 Surprising Science der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Unter der Rubrik Surprising Science stellt die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unter dem Themenspecial "Facetten des Alters" das Modell zum künftigen Bedarf von Altenpflegekräften aus der Projektarbeit von Tobias Hackmann vor.
24.05.2011 Ehrbarer Staat? Die Ergebnisse der deutschen Generationenbilanz 2011
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Marktwirtschaft wurde am Dienstag, den 24.05. die deutsche Generationenbilanz 2011 vorgestellt. Das Ergebnisse zeigen, dass die Nachhaltigkeitslücke der öffentlichen Haushalte (einschließlich Sozialversicherungen) gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 282 % des BIP gesunken ist. Umgerechnet entspricht das der Summe von 6,75 Billionen Euro.
12.04.2011 Tagungspreis der dggö - Jahrestagung 2011 der Universität Bayreuth an Tobias Hackmann
Wir gratulieren unserem Mitarbeiter Tobias Hackmann zum Tagungspreis der dggö - Jahrestagung 2011 der Universität Bayreuth für seinen Beitrag: Verweildauer in Pflege unter Betrachtung des Zugewinns an Lebenserwartung.
28.03.2011 Neue Ausgabe von FZG aktuell
Die neueste Ausgabe unseres FZG-Newsletters thematisiert die Pensionslasten in den Länderhaushalten, die Reformierung von Rentensystemen im internationalen Vergleich sowie die Inanspruchnahme der Riester-Förderung. Im Standpunkt kritisiert Johannes Vatter den Trend zur Unisex-Tarifierung. Den neuen Newsletter finden Sie hier.
19.02.2011 Walter-Eucken-Preis der Friedrich-Schiller-Universität Jena an Dr. Christian Hagist
Wir gratulieren unserem Mitarbeiter Christian Hagist zum Walter-Eucken-Preis der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Pressemeldung der Universität Jena finden Sie hier.
01.12.2010 Artikel in der New York Times
Die New York Times berichtet über Nachhaltigkeitsstudien des FZG. Den Artikel finden Sie hier.
21.11.2010 Artikel in der F.A.S.
Die in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung besprochene Studie zur Migration finden Sie hier.
16.11.2010 Neue Studie zur Reform der Pflegeversicherung
Das im Jahr 2012 zu erwartende Defizit in der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) sowie die durch die geplante Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs zusätzlich entstehenden Mehrausgaben machen einschneidende Reformmaßnahmen der SPV dringend erforderlich. Ist es das erklärte Ziel der Politik, die bereits bestehende intergenerative Ungleichheit nicht weiter auszudehnen und die im Koalitionsvertrag vereinbarte Ergänzung der SPV um kapitalgedeckte Elemente umzusetzen, so zeigt der vorliegende Beitrag mit dem Vorschlag einer Karenzzeit - im Sinne einer Wartezeit bis zur Leistungsgewährung - eine Möglichkeit auf, die SPV in ein nachhaltiges System zu überführen. Die Karenzzeit findet hierbei ihre Rechtfertigung durch die genaue Analyse der Verweildauer in Pflege.
Die gesamte Studie finden Sie hier.
27.10.2010 Riester-Renten-Atlas bei Spiegel Online
Eine neue Studie des FZG in Zusammenarbeit mit der Union Investment zeigt, wie die Zulagen bei der sogenannten Rieser-Rente ausgeschöpft werden. Eine kurze Zusammenfassung bei Spiegel Online finden Sie hier.
27.10.2010 Nachhaltigkeitslücken des FZG im Video-Blog der SZ
Die Nachhaltigkeitsberechnungen des FZG sind Thema des aktuellen SZ-Videoblogs.
27.08.2010 Neuer FZG aktuell Newsletter
Die neunte Ausgabe unseres Newsletters thematisiert die aktuelle Kostenentwicklung im deutschen Gesundheitswesen, eine Studie des FZG zu Karenzzeiten in der Sozialen Pflegeversicherung sowie die aktuelle Generationenbilanz Deutschlands. Im Standpunkt äußert sich der Direktor des FZG, Bernd Raffelhüschen, zur aktuellen Spardebatte. Den Newsletter finden Sie hier.
14.08.2010 Bericht über die Methode der Generationenbilanzierung in "The Economist"
In der aktuellen Ausgabe des "The Economist" wird im Abschnitt "Economics Focus" über die Methode der Generationenbilanzierung und ihren Erfinder Laurence Kotlikoff berichtet. Auch die Arbeiten des FZG werden kurz genannt. Den entsprechenden Artikel finden Abonnenten des Magazins hier.
28.07.2010 Beitrag in der Financial Times
Basierend auf einer Analyse des FZG kommentiert Laurence Kotlikoff, Professor an der Boston University, die fiskalische Situation Griechenlands im Vergleich zur USA. Den Artikel finden Sie hier.
27.07.2010 Gastkommentar im Handelsblatt
Der Direktor des FZG, Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, und Jasmin Häcker kommentieren im Handelsblatt den Vorschlag einer zweijährigen Pflegezeit. Den Artikel finden Sie hier.
08.07.2010 Gastkommentar im Handelsblatt
Der Direktor des FZG, Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, kommentiert im Handelsblatt den aktuellen Kabinettsbeschluss zur Gesundheitsreform. Den Artikel finden Sie hier.
16.06.2010 Das wahre Ausmaß der griechischen Schuldenkrise lauert unter der Oberfläche
Infolge der Griechenland-Krise befindet sich der Euro auf Talfahrt. Doch wie ist es um die griechischen Staatsfinanzen tatsächlich bestellt? Und welche Lehren können aus der Griechenland-Krise gezogen werden? Hierzu hat das Forschungszentrum Generationenverträge in Zusammenarbeit mit der Stiftung Marktwirtschaft die Entwicklung der griechischen Staatsfinanzen im Vergleich zu Deutschland untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass die sichtbare Schuldenlast Griechenlands in Höhe von aktuell 115 Prozent des BIP lediglich die Spitze des Eisbergs bildet. Einzelheiten finden Sie in der Pressemitteilung oder in diesem Artikel der Welt.
19.05.2010 Update der Generationenbilanz
Wie jedes Jahr veröffentlichte das FZG auch dieses Frühjahr wieder die aktuelle Generationenbilanz. Besonderer Schwerpunkt bildete die Gesundheitspolitik. Die Studienresultate sind auf der Seite der Stiftung Marktwirtschaft einzusehen. Ebenfalls empfehlenswert ist die heutige Darstellung im Handelsblatt.
26.04.2010 "Der unsichtbare Schuldenberg" in der FAZ
In der heutigen Ausgabe der FAZ findet sich in der Reihe "Der Volkswirt" ein Bericht über die unsichtbaren Schuldenberge der deutschen und amerikanischen Fiskalpolitk. Den Artikel finden Sie hier.
26.03.2010 Wirtschaftsjournalisten schätzen Expertise des FZG
In einer Erhebung der Dr. Doeblin Gesellschaft für Wirtschaftskommunikation mbH wird der Direktor des FZG, Bernd Raffelhüschen, auf dem vierten Rang geführt. Das Ranking ergab sich aus der Frage an 50 leitende Wirtschaftsjournalisten, für wessen Stellungnahmen (von Wirtschaftsprofessoren) sie sich "aufgrund der Fachkompetenz in der Regel besonders interessieren." 46 Prozent der Befragten gaben eine von fünf möglichen Stimmen dem Direktor des FZG. Auf den Plätzen 1 bis 3 landeten Peter Bofinger (67%), Hans-Werner Sinn (65%) sowie Wolfgang Franz (49%). Auf Platz 5 folgte Klaus Zimmermann (33%). Eine Kurzdarstellung der Umfrage finden Sie hier.
22.03.2010 Neueste Ausgabe des FZG aktuell
Im Fokus der neuen Ausgabe unseres Newsletters stehen die jüngsten Forschungsergebnisse des FZG im Bereich der Altersvorsorge. Im Leitartikel wird der vom FZG in Zusammenarbeit mit Union Investment herausgegebene Vorsorgeatlas vorgestellt und die Kernergebnisse zu den regionalen Unterschieden in der Altersvorsorge präsentiert. Der zweite Artikel thematisiert die neu verankerte Schuldenbremse und die Wechselwirkungen mit den Länderfinanzen, die insbesondere durch die Beamtenversorgung künftig stark belastet werden. Ein Blick über die Grenzen im dritten Artikel zeigt, dass auch unser Nachbarland Polen im Bereich der Altersvorsorge vor großen Herausforderungen steht. Im Standpunkt diskutiert Christian Hagist die neu entfachte Debatte um die Kopfpauschale im Gesundheitswesen. Die aktuelle Ausgabe des Newsletters finden Sie hier.
04.03.2010 Neues FZG kompakt
Im neuen FZG kompakt mit dem Titel "Zum Vorschlag einer zweijährigen Pflegezeit ? Ein Kommentar" kommentieren Jasmin Häcker und Bernd Raffelhüschen die am 03.03.2010 von Familienministerin Kristina Schröder vorgeschlagene Pflegezeit.
25.02.2010 EZB veröffentlicht Berechnungen des FZG - Rentenanwartschaften im europäischen Vergleich
Im Zuge der Reform der internationalen Bilanzierungsregeln wird es mittelfristig für jeden EU-Mitgliedsstaat erforderlich sein, seine staatlichen Verpflichtungen aus den umlagefinanzierten Rentensystemen explizit auszuweisen. Das FZG hat erstmalig für das Gros der EU-Mitgliedsstaaten diese Rentenanwartschaften im Auftrag der Europäischen Zentralbank ermittelt. In diese Berechnungen sind umfangreiche Daten zur Struktur der Versicherten, Rentner und Pensionäre, deren Überlebenswahrscheinlichkeiten sowie deren alters- und geschlechtsspezifische Beitrags- und Renten-Profile eingeflossen. Zudem wurden im Rahmen dieses Projektes die Rentenreformen der letzten Jahre und deren Auswirkungen auf heutige Rentenanwartschaften modelliert. Die Ergebnisse im europäischen Vergleich wurden jüngst im EZB-Bulletin sowie in einem E-Book auf der ECB-Homepage veröffentlicht.
17.02.2010 Zur Debatte um Hartz IV
Der Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge, Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, nahm heute in der Bild-Zeitung zur aktuellen Debatte um Hartz IV Stellung (hier geht es zum entsprechenden Artikel). Die sogenannte Freiburger Blaupause, eine eigene Skizze eines Reformvorschlags, versucht die angesprochenen Mängel des derzeitigen Systems anreizkompatibel und fiskalisch neutral aufzulösen. Eine wissenschaftliche Diskussion der im Artikel der Bild-Zeitung angesprochenen Probleme finden Sie hier, eine ausführliche Vorstellung der Freiburger Blaupause hier.
03.02.2010 Mind the pension gap! Neue Altersvorsorgestudie zu Rentenlücken in Polen
Wie in allen mittel- und osteuropäischen Staaten wird der Alterungsprozess in Polen in den kommenden Jahrzehnten rasant an Tempo zulegen. Noch befindet sich unser östliches Nachbarland mit einem Verhältnis von rund einem Rentner zu fünf Beitragszahlern in einer demografisch äußerst günstigen Situation. Doch bis zum Jahr 2050 ist davon auszugehen, dass ähnlich wie in Deutschland nur noch weniger als zwei Beitragszahler einem Rentner gegenüberstehen. Die polnische Regierung hat darauf mit einem Bündel von einschneidenden Rentenreformen reagiert. Neben der Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters wurde graduell eine verpflichtende kapitalgedeckte Altersvorsorge eingeführt. Zudem wurden die Renten an die Entwicklung der Erwerbstätigen und die Lebenserwartung gekoppelt. Ähnlich wie der Nachhaltigkeitsfaktor im deutschen Rentensystem gehen damit massive Rentenkürzungen einher.
Vor diesem Hintergrund hat das FZG in einer aktuellen Studie im Auftrag der ERGO Versicherungsgruppe die künftigen Rentenlücken in Polen quantifiziert. Ein zentrales Ergebnis dieser Studie ist, dass die Geburtenjahrgänge von 1965 bis 1985 am stärksten von den Rentenreformen betroffen sind. Für sie kann die staatlich verpflichtende Rente nur noch rund 50 Prozent ihres Konsums vor Renteneintritt abdecken. Für Frauen liegt diese Lücke auf Grund ihres deutlich früheren Renteneintrittsalters gar bei rund 65 Prozent. Die Studie wurde Mitte Januar auf einer breit angelegten Pressekonferenz in Warschau vorgestellt.
Die Studie finden Sie hier. Einen Überblick über die Resonanz in der polnischen Presse finden hier.
14.01.2010 Neue Studie zur Beamtenversorgung
Im Auftrag des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Niedersachsen und Bremen erstellte das Forschungszentrum Generationenverträge die Studie Ausgabenprojektion und Reformszenarien der Beamtenversorgung in Niedersachsen. Am Mittwoch, 13. Januar wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Pressekonferenz in Hannover präsentiert. Die Studie beziffert den Barwert der zukünftigen Pensionsverpflichtungen des Landes Niedersachsens bis zum Jahr 2050 auf 78,3 Mrd. Euro, was ungefähr anderthalb so viel ist wie die offiziell ausgewiesene Staatsschuld in Höhe von 52,4 Mrd. Euro. In dieser Projektion sind nur die Ausgaben für Ruhegehälter enthalten, die Hinterbliebenenversorgung sowie Beihilfe blieben unberücksichtigt. Ohne Reformen würden sich die Pensionsausgaben für Landesbeamte von aktuell 1,72 Mrd. Euro auf 3,80 Mrd. Euro im Jahr 2030 bzw. 4,73 Mrd. Euro im Jahr 2050 erhöhen. Eine sofortige Eins-zu-Eins-Übertragung der bereits durchgeführten rentenrechtlichen Reformen, also die schrittweise Erhöhung der Regelaltersgrenze bis zum Jahr 2029 auf 67 Jahre, die Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors sowie der Wegfall der Ruhegehaltsfähigkeit von Ausbildungszeiten, würde den Barwert der Pensionsverpflichtungen auf 69,5 Mrd. Euro verringern. Die Pensionsaufwendungen des Jahres 2030 (2050) würden in diesem Szenario 3,25 (3,79) Mrd. Euro betragen. Daneben beschreibt die Studie ein weitergehendes Reformpaket. Dieses besteht aus einer beschleunigten Einführung der Pension mit 67 bis zum Jahr 2019, dem Wegfall der Ruhegehaltsfähigkeit von Ausbildungszeiten sowie einen systemkonformen Nachhaltigkeitsfaktor, der die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Pensionären und Einkommensteuerzahlern abbildet. Gerade in den Jahren bis 2030, wenn die kohortenstarken Beamtenjahrgänge in den Ruhestand eintreten, würde diese Variante zu einer deutlichen Entlastung des Landeshaushaltes führen. Der Barwert der Ruhegehaltsausgaben würde im Vergleich zum Status quo um 15,8 Prozent auf 65,9 Mrd. Euro sinken. Dennoch wird es auch hier zu einem deutlichen Anstieg der Ruhegehaltsausgaben kommen, die sich selbst bei dem weitreichenden Reformszenario von 1,72 Mrd. Euro auf 3,05 Mrd. Euro im Jahr 2030 bzw. 3,69 Mrd. Euro im Jahr 2050 erhöhen werden. Gerade der Umstand, dass Niedersachsen ab dem Jahr 2020 keine neuen Schulden mehr aufnehmen darf und bereits heute 20 Prozent der bereinigten Landesausgaben auf Beamtenversorgung und Zinsen entfallen, verdeutlicht den dringenden Reformbedarf. Nur auf diesem Weg lassen sich die langfristige Finanzierung der Beamtenversorgung sowie zukünftige Handlungsspielräume für die Landespolitik sicherstellen.
Die ausführliche Studie finden sie hier.