Anlässlich des 50. Todestages von Walter Eucken ehrt die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät eines ihrer prominentesten Mitglieder und den Mitbegründer der Freiburger Schule mit einem Gedenkband. Walter Eucken lehrte seit 1927 bis zu seinem Tode am 20. März 1950 in Freiburg. Viele seiner Ideen haben auch heute an Aktualität nicht verloren und leben in Forschung und Lehre an der Universität Freiburg sowie in der wirtschaftspolitischen Konzeption der BRD, der "Sozialen Marktwirtschaft", fort.
In dem vorgelegten Band befassen sich verschieden Autoren, die in der Tradition der Freiburger Schule und ihrer Weiterentwicklung stehen mit Euckens Werk. Ein Teil der Aufsätze setzt sich ex pressis verbis mit einzelnen von Walter Eucken entwickelten Thesen auseinander, zum Teil werden auch gerade die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede zu den Arbeiten Friedrich A. v. Hayeks, des zweiten großen Gelehrten, der mit dem Namen der Freiburger Schule verbunden ist, herausgearbeitet. Ein letzter Teil der hier vorgestellten Arbeiten versucht im Geiste der von Walter Eucken entwickelten wirtschaftspolitischen Grundsätze liberales Denken weiter zu entwickeln und auf die heute anstehenden Probleme anzuwenden.
Das Buch umfaßt 616 Seiten ist im Haufe Verlag erschienen und kostet nur DM 49,90.
Bernhard Külp
Vorwort
Gerold Blümle und Nils Goldschmidt
Zur Normativität ordoliberalen Denkens
Otto Schlecht
Zur Ethik in Eucken Werk
Werner Zohlnhöfer
Ordoliberalismus und Soziale Marktwirtschaft aus evolutorischer Sicht
Walter Hamm
Konstanz der Wirtschaftspolitik – Was sie bedeutet und was sie nicht bedeutet
Francois Bilger
Ideen und Interessen in der Entwicklung der europäischen Wirtschaftsordnung
Bernhard Külp
Walter Eucken und die soziale Frage
Ulrich Witt
Soziale Marktwirtschaft – Zwischen Sozialvertragsgebot und "Rent-seeking"- Verdacht
Volker Rieble
Walter Eucken und die Frage der Arbeitsmarktordnung
Manfred Löwisch
Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz – ein ordnungspolitischer und rechtlicher Irrweg
Eckhard Knappe und Hans-Joachim Jobelius
Ordnungspolitidche Reform des deutschen Gesundheitswesens: Integration in den europäischen Markt
Norbert Berthold
Das Ende rentenpolitischer Illusion – was nun?
Hans Otto Lenel
Über private wirtschaftliche Macht
Christian Watrin
Staatsaufgaben: Die Sicht Walter Euckens und Freidrich A. von Hayeks
Erich W. Streissler
Eucken und die wirtschaftliche Lenkungsfunktion freier Finanzmärkte
Hans Willgerodt
Kontrollen oder Selbstkontrollen gegn Währungskrisen?
Bernd Schauenberg
Korruption als Ordnungs- und als Organisationsproblem
Günter Knieps
Wettbewerb in Netzen
Helmut Gröner und Gerhard Sauer
Künftige kommunale Stromversorgung in Deutschland – Wettbewerb oder Konservierung von Privilegien?
Manfred E. Streit und Michael Wohlgemuth
Walter Eucken und Friedrich A. von Hayek: Initiatoren der Ordnungsökonomik
Franz Schober
Organisationales Wissen und Informationstechnik
Peter Oberender und Claudius Christl
Walter Euckens Ordnungstheorie – eine Vorläuferin der Neuen Institutionenökonomik?
Alan Peacock
Some Economics of "Competitive" Civil Justice
Thomas P. Gehrig
Zur Politischen Ökonomie des Technischen Fortschritts
Viktor Vanberg
Ordnungsökonomik und Ethik – Zur Interessenbegründung von Moral
Personenverzeichnis
Autorenverzeichnis